Langfristdaten zeigen große Trends, enthalten aber spezifische Epochenverzerrungen. Kurze Zeiträume überschätzen Jüngstes, lange verwässern Strukturbrüche. Kombinieren Sie internationale Renditen, unterschiedliche Inflationsphasen und robuste Schätzungen. Prüfen Sie Sensitivitäten, denn ein halber Prozentpunkt bei Realrenditen oder Kosten kann jahrzehntelang enorme Unterschiede im Ruhestandseinkommen bewirken.
Inflation ist kein glatter Aufzug, sondern ein ruckelnder Fahrstuhl. Nutzen Sie Szenarien mit hartnäckiger, vorübergehender und erneut aufflammender Teuerung. Unterscheiden Sie allgemeine Inflation von individuellen Ausgaben, etwa Gesundheitskosten, die schneller steigen. So prüfen Sie, ob Entnahmeregeln Kaufkraft auch dann schützen, wenn die Preise länger drücken als gehofft.
Brutto ist nicht Netto. In Simulationen sollten Grenzsteuersätze, Freigrenzen, Sparerpauschbetrag, Kirchensteuer, Sozialabgaben, Fondsgebühren, Rebalancing-Kosten und Spreads berücksichtigt werden. Nur dann spiegeln Erfolgsquoten echte Lebensrealitäten wider und vermeiden die Illusion, dass eine scheinbar robuste Entnahmestrategie bereits alle unvermeidlichen Reibungsverluste überstehen wird.